Figuren aus Erzählungen von Franz Kafka

in der Erzählung "Die Verwandlung" erwacht der Reisende Gregor Samsa eines Morgens "aus unruhigen Träumen" und findet sich in seinem Bett in ein "ungeheueres Ungeziefer" verwandelt. 

"Ein Hungerkünstler" nimmt, eingesperrt in einen engen Käfig, tagelang keine Nahrung zu sich und ist die Attraktion für Schaulustige aus der ganzen Stadt. Nach einiger Zeit verliert das Publikum das Interesse an seiner "Kunst" und der Hungerkünstler stirbt einsam und verlassen in seinem Käfig. 

"In der Strafkolonie" wird das unmenschliche Rechtssystem einer Strafkolonie erzählt. Es besteht darin, dass jeder Angeklagte, unabhängig von seiner Schuld, von einem "eigentümlichen Apparat" stundenlang gefoltert und schliesslich getötet wird. 


Kafka lebte von 1883 bis 1924 und ist einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Sein Grundthema ist der ausweglose Kampf des Individuums gegen verborgene, doch allgegenwärtige anonyme Mächte, die sich ihm entgegenstellen. Sein Werk zählt zur Welt-literatur. 


Martin Senn (1954) Ist eidg. dipl. Grafiker. Er arbeitete jahrelang als Illustrator und Cartoonist, ab etwa 2005

wechselte von den bunten Bildern zum einfachen Strich mit schwarzem Draht.


"Mit feiner Zange formt er aus schwarzen Draht seine Striche in den Raum, entwickelt so das zweckgebundene Material weiter und erzählt vom seelischen Zustand der Bedrängnis, vom inneren Hadern, vom Abseitsstehen, immer gespickt mit einer Prise Humor und Selbstironie". 

(Kulturjournalist Fred Zaugg zur Ausstellung SATIERISCHES im Naturhistorischen Museum Bern 2011)


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 



 

 

 

 

 

  


Fotos Rainer Wolfsberger Zürich